Türen öffnen.

Der Tod gehört zum Leben – in diesem Sinne ist unser Bestattungshaus auch ein Haus des Lebens, des Austauschs und der Information. Sie sind jederzeit herzlich eingeladen.

Hinter die Kulissen blicken.

Offen sein für jeden, der zu uns kommt, den Austausch fördern, informieren, diskutieren, unerwartete Einblicke gewähren, neue Perspektiven eröffnen, Impulse geben und zum Nachdenken, ja sogar zum Umdenken anregen. Mit unserer Aufklärungsarbeit möchten wir all das für Sie tun. Um Ängste zu nehmen und Zuversicht zu geben. Um Ihnen zu helfen, den Tod als natürlichen Teil des Lebens anzunehmen und um Ihnen zu zeigen, dass Schwarz auch ganz bunt sein kann. Deshalb laden wir Schulklassen, Hospizhelfer, Menschen aus Pflegeberufen und jeden Interessierten herzlich in unser Haus ein. Unsere Führungen sind selbstverständlich kostenfrei – vereinbaren Sie mit uns einfach einen Termin! Außerdem haben wir für Sie im Folgenden aktuelle Kultur- und Infoveranstaltungen, wissenswerte Neuigkeiten und einen Pressespiegel zusammengestellt. Klicken Sie doch gleich einmal rein und besuchen Sie uns auch auf unserer Facebook-Seite. Sie werden sehen, bei der AUS DEM SIEPEN GRUPPE gibt es immer viel zu entdecken!

ELISA ZÖLLNER: Von der Azubine zur Ausbilderin

12.05.2021

Elisa, du hast bei uns 2014 deine Ausbildung angefangen und bist seit Ausbildungsende als Angehörigenberaterin bei uns tätig. Seit ca. 8 Monaten bist du nun auch Teil des Ausbilder-Teams und bringst unseren Nachwuchskräften das Berater-Handwerk bei. Wie bereichernd ist die Arbeit mit den Azubis für dich persönlich?
Sehr. Ich mag es, dass ich mein Wissen weitergeben darf und ich damit dazu beitrage, dass die Azubis sich entwickeln und ihren eigenen Weg finden. Es ist schön zu sehen, wie unfassbar vorsichtig sie sich am Anfang an die Angehörigen ranpirschen und unsicher im Umgang mit diesen sind. Mit jedem Tag, den sie in der Beratung verbringen, werden sie selbstsicherer und gehen unbefangener mit den Hinterbliebenen um. Diesen Prozess zu begleiten erinnert mich auch oft an meinem Weg in der AUS DEM SIEPEN GRUPPE.
 
Stimmt, du hast während deiner Ausbildung und auch danach schon einige Stationen durchlaufen. Zusätzlich zeigt dein Werdegang, dass man jederzeit die Chance hat mehr Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln. Welche Tipps hast du für ein berufliches Vorankommen?
Bleibt offen, traut euch etwas zu und besprecht eure Karrieremöglichkeiten. Ich habe aktiv danach gefragt, ob es die Möglichkeit gibt in das Thema Ausbildung einzusteigen, aber natürlich hatte ich auch Respekt vor dieser Aufgabe. Es ist ein Unterschied Respekt vor einer Herausforderung zu haben oder sich aus Angst, etwas falsch zu machen, davon lähmen zu lassen. Ich habe z. B. in den letzten Monaten vor meiner Abschlussprüfung schon eigenständig trauernde Familien in unserer ehemaligen Geschäftsstelle in Weener (Ostfriesland) betreut. Vor dieser Verantwortung wäre ich gerne das eine oder andere Mal weggelaufen, aber am Ende des Tages hat mich diese Zeit wahnsinnig weitergebracht. Neue Wege zu gehen gehört einfach in unserem Beruf dazu. Ich habe ständig mit Situationen zu tun, die ich noch nie in dieser Form hatte. Aktuell bearbeite ich einen Sterbefall einer Erbengemeinschaft und das habe ich noch nie gemacht. Da muss ich mich auch durchkämpfen und mir Hilfe zur Seite holen. Das sind gute Beispiele, die ich an die Azubis weitergeben kann. Bleibt flexibel und wissbegierig.
 
Welche Herausforderungen gibt es als Ausbilderin?
Für mich definitiv das Loslassen. Die Azubis laufen zu lassen und ihnen den Freiraum zu geben, den sie benötigen, damit sie verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen – das ist schon eine Herausforderung. Für mich ist die Arbeit mit den Angehörigen wirklich wichtig und ich möchte, das wir jede Familie bestmöglich betreuen. Das kollidiert manchmal mit dem notwendigen Loslassen, damit die Azubis lernen können auch diese Verantwortung zu übernehmen und diese zu verinnerlichen.
 

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